Montag, 2. Februar 2009

Tasmanien

Da der liebe flo eine so schoene zusammenfassung von tasmanien fuer seinen blog geschrieben hat, hab ich mir die einfach mal geklaut..hehe




24/01 Heute wars dann endlich so weit fuer unsere Ueberfahrt nach Tasmanien. Wir starteten um 5 Uhr morgens Richtung Station Pier wo die Faehre `Spirit of Tasmania II` vor Anker liegt. Mit dem Auto im `Bauch` des Schiffes untergebracht gings dann los auf die 11-stuendige Ueberfahrt ueber die 500 km breite Bass Strait zwischen dem Australischen Festland und Tasmanien. Die Faehre `Spirit of Tasmania II` an sich wirkt weniger wie eine Faehre sondern eher wie ein kleiner Luxusliner. Von Pools ueber Casinos bis hin zu fuenf Restaurants (natuerlich sehr sehr teuer) gabs hier wirklich alles. An Bord haben wir uns auch gleich einen Holiday Pass gekauft den wir fuer den Zutritt zu allen tasmanischen Nationalparks benoetigen. Mit einer Stunde Verspaetung sind wir dann so gegen 19 Uhr in Devonport, einer Hafenstadt im Norden von Tasmanien, angekommen. Von dort gings dann in der Daemmerung los zu unserem ersten Ziel, dem Narawntapu (ja der heisst wirklich so) Nationalpark an der Nordkueste). Nach ca. 110 km Fahrt sind wir dort dann schliesslich angekommen. Auf dem Campingplatz dort (uebrigens ein sehr sehr schooner) erwarteten uns in der Dunkelheit eine unglaubliche Anzahl verschiedener Tiere (Wallabys, Wombats, Opossums, Bandicoots uvm.). Tag sechs neigte sich damit dem Ende zu… ;))

25/01 Da wir inzwischen wirkliche Profis im Zelt auf und abbauen sind, dauert die ganze Prozedur mittlerweile keine fuenf Minuten mehr (was wir natuerlich auch dem echt genialen Zelt zu verdanken haben ;)) Auf unsrem Tagestrip durch die zweitgroesste Stadt in Tasmanien Launceston haben wir noch einen Zwischenstop bei den Columbia Wasserfaellen gemacht. Die Falls sind mit ca. 90 Metern Hoehe die groessten in Tasmanien. Nach einem kurzen Walk durch traumhaften Regenwald waren wir bei diesen wirklich atemberaubenden Wasserfaellen angekommen. Sind dort dann auf den Felsen rund um den Wasserfall rumgeklettert und haben viele viele Fotos gemacht ;). Als wir dann wieder zurueck auf der Strasse waren hab ich erst mal realisiert wie viele tote Tiere hier eigentlich auf der Strasse liegen. Mindestens alle 200 bis 300 Meter liegt irgend ein totgefahrenes Wallaby, Kangaroo, Wombat oder Opossum. Ganz selten auch mal ein tasmanischer Teufel. Bei Sonnenuntergang waren wir dann in der Hafenstadt St. Helens an der Ostkueste angekommen. Von dort sind wir dann die kurze Strecke zu einem kostenlosen Campingspot an die `Bay of Fires` gefahren. Der Campingplatz mit dem Namen `Cosy Corner` wurde uns von unsrem Buch `Free Camping in Tasmania` empfohlen das wir heute gekauft hatten (und das sich auch noch fuer die restliche Zeit in Tasmanien als sehr sehr nuetzlich erweisen wuerde). Obwohl der Platz wegen den Ferien (und der Tatsache das er kostenlos ist) ziemlich voll war hatten wir dort einen super Platz direkt am Meer. Heute haben wir ca. 250 km im Auto hinter uns gebracht. Achja unterwegs haben wir uns uebrigens noch super leckere frisch gepflueckte Kirschen auf einer Farm gekauft, ein Kilo fuer fuenf Euro. War echt super. So viel zu Day seven ;)…


26/01 … Am 26ten sind wir morgens erst mal im relative kalten Meer am `Cosy Corner` schwimmen gegangen. Erster Stop war dann, wie sollte e sanders sein, in St. Helen fuer einen Kaffee. Nach einem kurzen Stop im Douglas-Apsley Nationalpark (und einem kurzen Walk da) gings weiter zu unsrem heutigen Tagesziel dem Freycenet Nationalpark (sued-oestliches Tasmanien) einem der bekanntesten Nationalparks in `Tassie`. Er beeindruckt vor allem durch die sog. `Wineglass Bay` dem wohl meistfotografierten Strand in Tasmanien. Das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen und sind den ca. 2-stuendigen Walk zum `Wineglass Bay Lookout` gegangen. Der Ausblick von dort ist echt ziemlich beeindruckend -keine Frage. Von dort sind wir dann noch ein bisschen auf den Felsen rund um den Lookout rumgeklettert und haben einige Fotos geschossen ;)). Um uns von dem `anstrengenden` Hike zu erholen sind wir danach in die direkt nebenan liegende `Honeymoon Bay` gefahren. Anschliessend gings ueber die Ortschaft `Swansea` zu dem wiederrum kostenlosen (naja ok 2$ - 1 EUR Spende fuer die Aufrechterhaltung) Campingplatz an der `Mayfield Bay`, vielen Dank an dieser Stelle auch wieder an unser Free Camping Buch ;). Dort hatten wir wieder einen schoenen Platz direkt am Strand. Da es den ganzen Tag schon ein bisschen bewoelkt war hats dann letztendlich doch mal kurz angefangen zu nieseln, aber nur ganz kurz ;). Damit war auch der achte Tag unseres Roadtrips zuende… ;))))

27/01 Kurz vor 7 Uhr morgens gings dann auch schon wieder weiter. Nach einem Kaffee Stop in `Sorell` gings Richtung Tagesziel `Tasman Peninsula` einer suedl-oestlichen Halbinsel Tasmaniens. Dort haben wir in `Port Arthur` eine ehemalige britische Strafkolonie aus dem 19ten Jahrhundert besucht. War sehr interessant auch wenn von den moisten Gebaeuden nur noch die Ruinen stehen. Haben dort auch eine gefuehrte Tour auf die sog. `Isle of the Dead` mitgemacht. Auf dieser ziemlich kleinen Insel wurden alle Todesfaelle vom Gefaengnis in Port Arthur beigesetzt. Sollen so ungefaehr 1800 Menschen gewesen sein. Man weis es aber nicht genau. In der Anstalt in Port Arthur wurden alle neuen `Besserungsmethoden` die in England erfunden worden erprobt (z.B. ein Gefaengnis in dem absolute nicht gesprochen warden darf, oder Isolationshaft ueber Tage in einer Dunkelkammer usw.). Danach haben wir uns noch die sehr sehr beeindruckenden (wie der Name schon sagt ;)) `Remarkable Caves` angeschaut. Danach ging es weiter in die `Hauptstadt` Tasmaniens nach Hobart. Hier verbrachten wir die Nacht nach langer Suche (und wiedermal keinem freien Campingplatz) auf einem leeren Firmenparkplatz. Sind an Tag neun unseres Roadtrips insgesamt gute 300 km gefahren… ;)

28/01 Unfreiwillig frueh mussten wir am 28.01. starten. Da wir ja wie gesagt auf einem Firmenparkplatz geschlafen hatten mussten wir gegen 5:30 Uhr morgens feststellen das sich dieser langsam aber sicher mit Autos fuellt. Sind dann schnell zum waschen und Zaehne putzen in einen Supermarkt und anschliessend gings dann auch schon weiter Richtung Suedkueste. Dort haben wir uns nahe des Ortes `Dover` die `Hastings Caves` inkl. `Thermals Springs` angeschaut. Es handelt sich dabei um sehr spektakulaere unterirdische Hoehlen. Dort machten wir eine ca. ein-stuendige Fuehrung mit. War sehr sehr sehr sehr interessant und beeindruckend das ganze, aber auch relativ frisch da es in den Hoehlen nur etwa 9 Grad hat. Zum `Aufwaermen` gings dann noch in das nebenan liegende Schwimmbad. Danach fuhren wir wieder zurueck nach Hobart. Auf dem Weg dorthin haben wir uns bei einem der vielen Fruchtstraende neben der Strasse frische Kirschen (diesmal 2,50 EUR das Kilo), Aprikosen, Erdbeeren und Blaubeeren gekauft. Zurueck in Hobart haben wir auch gleich unsere Rueckfahrt mit der Faehre fuer den 2. Februar gebucht, die mit insgesamt 300 AUD fuer 4 Personen inkl. Auto ziemlich guenstig ausfiel. Frueh Abends machten wir uns dann letztendlich auf zu unserem Nachtquartier, dem Mount Field Nationalpark. Dort gab es auf dem `Giant Trees Campground` neben Duschen (die wir wirklich inzwischen sehr zu schaetzen gerlernt haben – was gibt es besseres als eine warme Dusche ;)) auch einen Waschraum. Mit dem Wetter hatten wir bisher auch wirklich immer Glueck in Tasmanien. Es war zwar nie besonders heiss, aber dafuer auch nie besonders kalt (was in Tasmanien durchaus normal waere). Auch von starkem Regen beim zelten blieben wir bisher (ich betone bisher ;)) verschont. Aber was nicht ist kann ja noch werden ;)). An die Wallabys und Opossums die uns auch heute wiedermal unser Zeug wegfressen wollten haben wir uns schon gewoehnt ;)). So ging auch der zehnte Tag unserer Australienumrundung vorbei (300km gefahren)…




29/01 ...Nachdem wir endlich mal wieder richtig ausgeschlafen und unsere Waesche gewaschen haben gings heute gegen Mittag los. Zuerst nahmen wir uns einen Walk zu den bekannten `Russel Falls` Wasserfaellen im Mt. Field NP vor. Auf dem Weg dorthin gab es unter anderem auch wahnsinnig grosse Baeume bis zu einer Hoehe von 90 Metern und einem Umfang von geschaetzten 8 Metern. Also echt beeindruckend ;). Nach dem das getan war gings weiter zum Lake st. Claire Nationalpark (der unter andrem zum Weltkulturerbe der UNESCO gehoert). Auf dem Weg dort hin durchquerten wir auf kuerzester Strecke vielfaeltigste Landschaft, einfach faszinierend. Auf der Strasse waren leider auch wieder einige tote tasmanische Teufel. Lebendig hab ich leider immer noch keinen gesehen was unter andrem sicherlich auch daran liegt das der `Tassie Devil` seit einiger Zeit vom Aussterben bedroht ist. Grund dafuer ist das inzwischen geschaetzte 75% aller Devils mit einer heimtueckischen Krebsart infiziert sind die sich immer weiter ausbreitet. Zwar gibt es einige Quarantaene Parks fuer Tasmanische Teufel die sind aber relativ teuer im Eintritt. Die Tasmanier sind auf alle Faelle sehr besorgt um ihren Devil. Nach einem kurzen Stop am `Lake St. Claire` fuhren wir weiter zu unsrem Nachtcamp dem `Lake Burbury`. Der Weg dorthin war wiederrum einfach genial, traumhafte Landschaften. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem Motorradfahrer (Martin aus Holland) angehalten, er hatte einen Platten am Vorderreifen. War wirklich mitten im Nirgendwo und natuerlich hat hier keiner Handynetz. Deswegen haben wir ihm versprochen in der naechsten Ortschaft (Queenstown - 60km weit weg) Hilfe fuer ihn zu besorgen. Was sich aber als sehr sehr schwer erwiesen hat. Aber nun zu `Queenstown`. Queenstown ist eine alte Mienenstadt die von absolut surreal wirkender `Mondlandschaft` umgeben ist. Diese Mondlandschaft ist durch jahrzehnte langen umweltfeindlichen Abbau von Bodenschaetzen entstanden. Dort hatten wir in einer Pizzeria Abendessen (haben dort einen netten Backpacker aus Brasilien - Rick - kennengerlernt) und noch einige Lebensmittel fuer den naechsten Tag gekauft. Bei Sonnenuntergang gings dann wieder zurueck an den traumhaft gelegenen Bergsee Lake Burburg zum campen. Dort durften wir unter anderem einen einmaligen Sonnenuntergang miterleben. Tja und dann war es letztendlich doch so weit, gleich nachdem wir begonnen hatten unser Zelt aufzuschlagen fing es an so richtig zu Regnen. Das Gewitter begleitete uns zusammen mit gelegentlichen Regenguessen dann durch die ganze Nacht. Gottseidank erwiesen sich aber sowohl unser Zelt (von dem ich immer noch absolut begeistert bin) als auch unser Auto als absolut wasserdicht. Leider hielt der Regen nicht die vielen Moskitos am See davon ab uns zu stechen ;)). Nachdem wir heute gute 270 Kilometer abgespult hatten ging auch Tag 11 zuende... ;)




30/01 ...An Tag 12 ging es morgens um 8 Uhr wieder zurueck die steile Bergstrasse runter in das verrueckte Queenstown ;). Dort hatten wir natuerlich wieder einen Kaffeestop (ja die Kaffeesucht wird mit zunehmender Reisedauer immer schlimmer - inzwischen stoppen wir zwei bis vier mal taeglich fuer Kaffee ;)). Nachdem wir weitere kurze Stops in den Staedten Strahan und Zeehan (hahaha ;)) sowie am `Lake Macintosh` Staudamm an der Westkueste hatten gings Abends in den Cradle Mountain Nationalpark (wiederrum Teil des UNESCO Weltkulturerbes). Was soll ich gross um den grossen Brei rum reden... WAHNSINNNNNNNNNN!!! Sowas einmalig schoenes hab ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich war einfach nur sprachlos. Dieser Nationalpark ist so einmalig und genial man kann es gar nicht beschreiben. Die vielen vielen Fotos die ich gemacht habe geben vielleicht einen kleinen Eindruck davon ;). Nachts schliefen wir auf dem `Discovery Parks` Campground. Nachts wurden wir von sog. Bandicoots gerade so traktiert. Wer mich kennt der weis ich mag Tiere echt gern. Aber das war selbst fuer mich zu viel. Bis zu fuenf Bandicoots (eine Opossumart) sind die ganze Nacht um unser Zelt herum und haben versucht irgendwas zu fressen zu finden. Keine Chance die Viecher zu verjagen, weder mit einem Campingstuhl noch mit einer Plastikflasche noch mit irgendwelchen shhhh Geraeuschen ;). Letztendlich ist es ihnen dann doch gelungen was von unsrem Essen abzustauben. Und zwar haben wir versehentlich ein Autofenster an unsrem Ford teilweise offen gelassen. Da haben sich die kleinen Schweine natuerlich nicht nehmen lassen in unser Auto einzusteigen und MEINE (!) Essenstasche leer zu raeumen. Naja war verkraftbar hatte nicht wirklich viel drin ;)). Ausserdem haben sie uns noch aus Dankbarkeit auf einen unserer Campingstuehle geschissen. Naja so kanns gehen, aber das gehoert zu Australien und wir nahmens mit Humor ;)).
... perfeckt, DANKE FLORI!!!

ihr seht also, es war eine wunderschoene woche in tasmanien!! die jungs sind uebrigens richtig richtig lieb zu mir! machen (fast) alles was ich will :-)


I'm really happy!!!!

1 Kommentar:

EastENDER hat gesagt…

Hey Eva, wie schauts denn mit denWaldbränden bei euch aus? Bekommst du davon auch was mit?

Mfg Harri